
Der Audiopen in der Abtei Saint-Maurice: ein tausendjähriges Erbe vermitteln, im Einklang mit dem Ort
18. März 2025
Im Jahr 515 von König Sigismund gegründet und von Karl dem Großen anerkannt, ist die Abtei Saint-Maurice im Kanton Wallis in der Schweiz die älteste noch aktive Abtei des Abendlandes: Um sie dem breiten Publikum zugänglich zu machen, ohne ihre spirituelle Bestimmung zu beeinträchtigen, hat Sycomore dort den Audiopen eingeführt – eine einfache, ergonomische und nicht aufdringliche Lösung.
Eine Stätte mit hoher symbolischer Bedeutung aufwerten, ohne sie zu verändern
Seit mehr als 1.500 Jahren folgen in Saint-Maurice Generationen von Chorherren aufeinander und führen die Tradition des immerwährenden Gebets fort. Die Abtei wollte den Reichtum ihrer Geschichte und Architektur zugänglich machen und ihre Türen öffnen, jedoch unter mehreren grundlegenden Bedingungen: ein Rundgang, der sich sowohl im Inneren als auch im Freien erstreckt, die Unmöglichkeit, Schilder oder Informationstafeln in der Nähe der Sehenswürdigkeiten anzubringen — auf die Gefahr hin, die Ästhetik des Ortes und seine kontemplative Atmosphäre zu beeinträchtigen — und die Forderung nach einer diskreten Lösung, die die spirituelle Dimension eines noch bewohnten Gebetsortes respektiert.
Der Audiopen: eine Technologie für sensible Stätten
Der Audiopen funktioniert mit einem Stift, mit dem der Besucher Audioinhalte über eine Papiervorlage aktiviert. Diese Technologie bietet große Bewegungsfreiheit und erfordert keinerlei dauerhafte visuelle Beschilderung an der Stätte. Die den Besuchern ausgehändigte Unterlage ist ein maßgeschneiderter Besichtigungsplan, der den zu folgenden Rundgang und die Sehenswürdigkeiten klar anzeigt. In vier Sprachen verfügbar, macht er das Erlebnis für ein internationales Publikum zugänglich.
Ein bereichertes Erlebnis für Kinder
Sycomore hat einen eigens für das junge Publikum konzipierten Rundgang entwickelt. Auf der Vorderseite des Plans nimmt der Besuch die Form eines spielerischen Quiz an, in dem ein schelmischer Esel und eine junge Führerin auftreten: Die Kinder sind eingeladen, die Antworten auf die Fragen zu finden, die entlang des Rundgangs gestellt werden. Auf der Rückseite ermöglichen illustrierte Spiele und eine Postkarte zum Ausschneiden, das Erlebnis zu Hause fortzusetzen. Diese spielerische Vermittlung stärkt die Anziehungskraft der Stätte für Familien und macht das Kulturerbe schon für die Jüngsten zugänglich.
Eine doppelte Erzählung für einen zweifachen Blick
Für das erwachsene Publikum bietet der Audio-Rundgang eine Erzählung mit zwei männlichen Stimmen. Auf der einen Seite bietet eine weltliche Stimme eine historische, architektonische und künstlerische Lesart der Orte; auf der anderen Seite vermittelt eine spirituelle Stimme einen introspektiven Blick, geprägt von Glauben und Besinnung. Diese Überlagerung der Perspektiven ermöglicht es, die Abtei zugleich als Baudenkmal und als lebendigen Ort der Spiritualität zu erfassen. Die ausgewählten Stimmen, die Qualität der Aufnahme, die Diktion und der Ton tragen dazu bei, eine Atmosphäre zu schaffen, die zur Kontemplation und zum Zuhören einlädt.
Ein diskretes und wirkungsvolles System
Da der Audiopen keinerlei physische Spuren an den Orten hinterlässt — kein Terminal, kein Bildschirm, kein Lautsprecher — respektiert er die Unversehrtheit der Stätte. Die Besucher durchstreifen die Räume frei, ohne die Stille zu brechen oder das Gemeinschaftsleben der Chorherren zu stören. Diese technische Diskretion macht ihn zur idealen Lösung für religiöse Monumente, historische Gärten, Museen in denkmalgeschützten Gebäuden oder sensible Kulturerbestätten.
Der Fall der Abtei Saint-Maurice zeigt, wie sehr eine gut durchdachte Vermittlung eine Stätte zur Geltung bringen und zugleich ihre Seele bewahren kann: vermitteln, ohne aufzudrängen; bereichern, ohne zu beschweren; führen, ohne zu unterbrechen.
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