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Audioguides und Videoguides in den Pariser Museen: Wo liegen die Unterschiede?

Audioguides und Videoguides in den Pariser Museen: Wo liegen die Unterschiede?

4. September 2025

Ein großes Pariser Museum zu besuchen bedeutet, ein einzigartiges Erlebnis im Herzen von Kunst und Geschichte. Doch jenseits der Meisterwerke hängt das Erlebnis auch von den Besuchswerkzeugen ab, die dem Publikum zur Verfügung stehen: Hier ein Vergleich der Angebote von fünf der größten Pariser Museen.

Der Louvre: ein Videoguide mit Ortungsfunktion in 9 Sprachen

Das größte Museum der Welt bietet seit mehreren Jahren einen Videoguide auf Basis einer angepassten Nintendo-3DS-XL-Konsole an. Verfügbar in 9 Sprachen (Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Deutsch, Japanisch, Koreanisch, Chinesisch), bietet er:

Preis: 6 € (bis zu 6 Audioguides pro Käufer, Hinterlegung eines Ausweises obligatorisch). Zu beachten: Die 3DS-Konsole wird im September 2025 zugunsten eines neuen Videoguides aufgegeben, nach einer kurzen Übergangsphase ohne Verleih.

Das Musée d'Orsay: Videoguide und mobiler Audioguide

Das Musée d'Orsay setzt auf ein doppeltes Angebot: einen Multimedia-Videoguide zum Ausleihen (6 € regulär, 4 € ermäßigt, 3,50 € Kinder), der die Dauerausstellungen mit mehr als 300 Kommentaren sowie die Sonderausstellungen abdeckt, und einen mobilen Audioguide (4 €), per QR-Code auf das Smartphone herunterladbar und auf die Sonderausstellungen beschränkt.

Bei den Sprachen: 10 für die Sammlungen (darunter Französisch, Englisch, Chinesisch, Koreanisch, Russisch), aber nur 2 für die Ausstellungen (Französisch und Englisch). Die Barrierefreiheit kommt nicht zu kurz: Induktionsschleifen für Hörgeschädigte, kostenlose Audiodeskription, Rundgänge in LSF.

Das Centre Pompidou: kostenlose Podcasts

Anders als die übrigen Institutionen hat das Centre Pompidou den physischen Audioguide vollständig aufgegeben. Die Besucher sind eingeladen, mit ihrem Smartphone kostenlose Podcasts zu hören, herunterladbar vor, während oder nach dem Besuch: Ausstellungsrundgänge zu den Highlight-Veranstaltungen, Rundgänge durch das Centre Pompidou (Geschichte des Gebäudes, Panoramablick über Paris), die Reihe „Un podcast, une œuvre" zu zeitgenössischen Themen (Ökologie, Feminismus, Konsum) sowie spezielle Rundgänge für das junge Publikum. Alle Podcasts sind mit einer schriftlichen Transkription versehen und auf den Audio-Plattformen verfügbar.

Quai Branly und Musée Rodin: immersive Videoguides

Das Musée du Quai Branly – Jacques Chirac bietet einen Multimedia-Videoguide für 5 € (3 € ermäßigt), der Dauerausstellungen und Sonderausstellungen abdeckt. Nutzbar mit den eigenen Kopfhörern und mit systematisch desinfizierten Geräten, bietet er mit immersiven Bildern und Klängen angereicherte Rundgänge zur Entdeckung der Künste Afrikas, Asiens, Ozeaniens und Amerikas.

Das Musée Rodin kombiniert einen Multimedia-Videoguide (6,50 €), verfügbar in 7 Sprachen mit mehr als 2 Stunden Inhalten, angereichert mit Archivbildern und Experteninterviews, mit einem spielerischen Tablet-Rundgang (6,50 €) rund um *Das Höllentor*, mit Quiz und interaktiven Spielen, auf Französisch und Englisch ab 6 Jahren.

Fazit

In Paris haben sich die großen Museen klar für den Multimedia-Videoguide als Referenzwerkzeug zur Bereicherung des Besuchs entschieden. Nur das Centre Pompidou weicht von diesem Trend ab und setzt mit seinen Podcasts auf ein zu 100 % digitales, kostenloses und mobiles Angebot. Die Institutionen bevorzugen inzwischen immersivere, interaktivere und zugänglichere Lösungen, zugeschnitten auf ein internationales und vernetztes Publikum – eine Analyse, die allerdings auf einer Stichprobe von fünf großen Museen beruht und die ein breiteres Panel von Kultureinrichtungen weiter verfeinern könnte.

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